Muskat

Muskat würzt Kartoffelgerichte, Suppen, Blumenkohl. Auch aus Lebkuchen, Vanillesauce, Punsch oder Glühwein ist es nicht wegzudenken. Prima passt es zu süsslichen Speisen wie Apfelmus. Eine Prise Muskat verleiht ebenso Fondue eine besondere Raffinesse.

Muskat entfaltet nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern birgt auch wunderbare gesundheitliche Vorteile und Heilkraft.
Kleine Mengen Muskatnuss bekämpfen Bakterien, Krämpfe, Blähungen, Appetitlosigkeit und Rheuma und stärken den Darm.
Auch bei Gallen-, Leber- oder Herzschwäche kann Muskat erleichternd einwirken.
Die Muskatnuss galt zudem seit Uhrzeiten schon als Potenzmittel sowie Aphrodisiakum.
In warmer Milch kann sie beispielsweise besänftigend und entspannend wirken und einen gesunden, durchgehenden Schlaf fördern.
Auch der Schönheitswunsch kann ihr etwas abgewinnen: Auf der Haut angewendet, vermag sie entzündungshemmend zu wirken, – als Muskatbutter in Cremes oder Pulver in warmem Wasser eingerührt.

Eine Überdosierung kann jedoch Kopfschmerzen, Übelkeit und Wahrnehmungsstörung auslösen. Die Muskatnuss enthält den psychoaktiven Wirkstoff Myristicin.
Doch wie schon Paracelsus erkannte: «„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei. “

Der Muskatnussbaum stammt ursprünglich aus den indonesischen Molukken und wird heute in Westindien und Mauritius angebaut. Als Muskatinsel gilt Grenada, wo die Muskatnuss auf der Landesflagge abgebildet ist.

Dem Muskatnussbaum kommt als ideale Höhe für dessen Nussernte sechs Meter zu. Muskat ist als volle Nuss oder bereits gemahlen erhältlich. Am besten schmeckt Muskat frisch gerieben.

Auf weiter, ferner Flur
Heute frisch, – so pur!
Einsam, mutig unterwegs,
Begeistert, – fleissig stets!
Umgeben von 1000-fach Grün,
indes Naturgeister erblüh`n.
Und freudvoll lebendig sich spürend,
von wilden Ästen die Nuss berührend.
Pflückend pikanten Duft versprühend!
Mächtig auch eigene Kräfte erglühend!
Beine, Füsse, Arme, – unter sich frische Erde.
Verbunden mit all Echtem, – unser aller Erbe!

Kleines Gedicht zur Muskat, Sonja Keller